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Aktuelles | Unternehmen in der Region wollen familienorientiert, weltoffen und flexibel sein

Fachkräfte gewinnen und in der Region halten ist eine der größten Herausforderungen für hiesige Unternehmen – die Initiative „Familienorientierte Personalpolitik“ bietet Unterstützung und Lösungen

Für fast alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer stellt sich irgendwann die Frage: Wie kann ich Beruf und Familie vereinbaren und wird mich mein Arbeitgeber dabei unterstützen? Die Initiative „Familienorientierte Personalpolitik“ der Agentur für Arbeit Schweinfurt, des Landkreises Schweinfurt sowie der Projektpartner Landkreise Haßberge, Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld widmet sich genau dieser Frage und möchte einen „Kulturwandel in der Arbeitswelt“ – jüngst das Thema des Forums „Fachkräfte und Familie“ – voranbringen und regionale Unternehmen aller Größenordnungen auf dem Weg zu einer familienorientierten Personalpolitik begleiten und unterstützen.

Zahlreiche Unternehmen der Region haben eine familienorientierte, an den Bedürfnissen der Fachkräfte ausgerichtete und weltoffene Personalpolitik längst zu ihrer Prämisse gemacht. Der Weg zum Erfolg ist aber – wie so oft – ein mühsamer und eine Vernetzung sowie der Austausch untereinander kann hilfreich sein. Die Initiative hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Kooperationspartner hinzugewonnen. Dies trotz der vorhandenen Konkurrenz auch unter den beteiligten Unternehmen: Der Wettbewerb um die „besten Köpfe“ ist seit vielen Jahren im Gange, aber die Intention, die gesamte Region attraktiver zu machen und zu stärken, verbindet die Arbeitgeber.

Die neuen Partner hatten sich bereits selbstständig eine Agenda bezüglich familienorientierter Personalpolitik gegeben und sind nun im Zuge der gemeinschaftlichen, regionalen Vernetzung im Oktober dieses Jahres der Initiative beigetreten: Neu aufgenommen als Kooperationspartner wurden die ZF Friedrichshafen AG und die Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS).

„Beide neuen Partner sind seit Jahrzehnten ein wichtiger Faktor für die positive Entwicklung der Stadt und des Landkreises Schweinfurt - und darüber hinaus“, sagt Landrat Florian Töpper. „Dass sie sich unserer Initiative angeschlossen haben, freut mich sehr, denn sie wollen nicht nur Mitglied sein, um sagen zu können, dass sie dabei sind. Vielmehr wollen sie sich mit ihrer Erfahrung und ihrem Wissen einbringen, um gemeinsam mit den Projektpartnern unsere Region und unseren Wirtschaftsraum zu stärken und für kommende Generationen zukunftssicher zu machen.“

Familienorientierte Personalpolitik_Foto Agentur für Arbeit-Heppe

Im Bild: Die Initiative „Familienorientierte Personalpolitik“ freut sich über neue Kooperationspartner. Von links: Thomas Stelzer (Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schweinfurt), Prof. Dr. Robert Grebner (Präsident der Hochschule für angewandte Wissenschaften), Stefan Hartmann (Kanzler der FHWS), Landrat Florian Töpper, Prof. Dr. Tanja Mühling (ProPere-Teilprojektleitung Vereinbarkeit von Beruf und Familie, THWS), Maria Diebolder (ProPere-Projektmitarbeiterin Vereinbarkeit von Beruf und Familie, THWS) und Marcus Giek (Standortleiter Personal Schweinfurt der ZF Friedrichshafen AG)

Foto: Agentur für Arbeit/Tanja Neppe

Zum Hintergrund:

Die Initiative „Familienorientierte Personalpolitik“ unterstützt seit 2007 Unternehmen bei der Umsetzung von familienfreundlichen Maßnahmen, zeigt die möglichen Handlungsfelder auf, leistet Hilfestellung und knüpft Netzwerke. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen sollen die Angebote übersichtlich gebündelt und lösungsorientiert vorgestellt werden. Die Agentur für Arbeit hilft bei der schnellen und passgenauen Gewinnung von qualifiziertem Personal, die Landkreise Schweinfurt, Haßberge, Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld als weitere Projektpartner optimieren die Rahmenbedingungen „Familienfreundlichkeit“ und „Lebensqualität“ durch bevölkerungsnahe Infrastruktur und gezielte Wirtschaftsförderung. Dadurch soll die Region Main-Rhön sowohl für Familien als auch für Betriebe attraktiv bleiben und einem Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften in der Region entgegengewirkt werden.

Quelle: Landratsamt Schweinfurt